Wie viel Kilowatt werden tatsächlich benötigt? Kesseldimensionierung mit gesundem Menschenverstand
Der häufigste Fehler beim Kesselkauf ist nicht die falsche Markenwahl, sondern die falsche Dimensionierung. Eine zu kleine Maschine ist ein offensichtliches Problem, eine zu große hingegen ist tückischer: Sie schaltet sich ständig an und aus, arbeitet mit schlechtem Wirkungsgrad, verrußt und hat unnötig mehr gekostet.
Faustregeln für den Anfang
Eine genaue Dimensionierung liefert die Heizlastberechnung, aber für die Größenordnung reichen Erfahrungswerte aus. Bei einer durchschnittlich gedämmten Industriehalle kann man je nach Deckenhöhe mit 60-100 Watt pro Quadratmeter rechnen, bei einer ungedämmten alten Werkstatt eher mit 100-150 Watt, bei einem gut gedämmten Büro oder Sozialtrakt mit 40-60 Watt.
Ein Beispiel: Der Wärmebedarf einer 500 Quadratmeter großen, fünf Meter hohen, mittelschwer isolierten Halle beträgt ca. 40-50 kW. Für diese Aufgabe eignen sich die in unserem Lager typischerweise vorhandenen 45-60 kW Maschinen, wie zum Beispiel ein Spanex 45 oder ein Fröling F2 Klasse Kessel. Für einen 2000 Quadratmeter großen Trocknungsbetrieb ist bereits eine Leistung zwischen 150-250 kW, eine Maschine der Kategorie KWB TDS Powerfire oder Fröling Turbomat erforderlich.
Worauf noch zu achten ist
Achten Sie neben der Nennleistung auch auf den Regelbereich: Ein guter Industriekessel lässt sich auf etwa ein Drittel seiner Nennleistung herunterregeln, sodass er auch in der Übergangszeit nicht unnötig ein- und ausschaltet. Mit einem Pufferspeicher lässt sich dieser Bereich weiter ausbauen und der Kessel kann immer im optimalen Betrieb laufen.
Denken Sie auch an die Erweiterung. Wenn der Standort wachsen kann, lohnt es sich, eine Maschine zu wählen, die über eine Leistungsreserve verfügt, oder ein Kesselhaus so zu gestalten, dass später eine zweite Maschine aufgestellt werden kann.
Wenn Sie uns die Eckdaten des Gebäudes zusenden, erstellen wir für Sie kostenlos eine Leistungsschätzung und einen konkreten Maschinenvorschlag aus unserem aktuellen Bestand. Oft reicht dafür schon ein Telefonat.